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Prof. Dr. Günther Wildenhain, Foto: Universität Rostock/IT- und Medienzentrum

Foto: Universität Rostock/IT- und Medienzentrum

Prof. Dr. Günther Wildenhain ist am 7. März 2021 gestorben

Als Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Dezember 2019 Günther Wildenhain mit dem Bundesverdienstkreuz auszeichnete, würdigte er sein Engagement für die Neugestaltung der Wissenschaftslandschaft in Mecklenburg-Vorpommern nach der deutschen Wiedervereinigung.
Günther Wildenhain war nach dem Studium der Mathematik sowie Promotion und Habilitation an der TU Dresden 1971 an die Universität Rostock berufen worden. Die Zeit der demokratischen Neuorientierung veränderte seine akademische Laufbahn: Die Landesregierung in Schwerin übertrug ihm im Frühjahr 1991 die Leitung der Abteilung Wissenschaft und Forschung des Kultusministeriums. In dieser Funktion hatte er entscheidenden Anteil an der Erneuerung der Universitäten und Hochschulen des Landes. Doch die Liebe zur Mathematik – so sagte er es später – führte ihn nach zwei Jahren zurück in die Forschung und Lehre nach Rostock. 1998 wählte das Konzil der Universität ihn zum Rektor.
Während seines Rektorats und als Altrektor der Universität Rostock war Prof. Wildenhain über viele Jahre dem VERS eng verbunden und hat das gute Verhältnis zwischen der Universität und dem VERS wesentlich gefördert. Sein Mitwirken an der Gedenkveranstaltung anlässlich des 50. Todestages von Arno Esch im Oktober 2001 in der Aula der Universität und ebenso die feierliche Erinnerung an Karl-Alfred Gedowsky 2002 in der John-Brinckman-Schule in Güstrow bleiben in Erinnerung. Bei vielen unserer Tagungen – so auch beim letzten VERS-Seminar im Herbst 2019 in Waren/Müritz - war er ein gern gesehener Gast.
Mit dem Tod von Günther Wildenhain verliert der VERS einen guten Freund. Sein integres und tolerantes Auftreten und seine freundlich verbindliche Art haben sein Bild geprägt, und so wird er uns unvergesslich in Erinnerung bleiben. Unser Mitgefühl gehört der Familie.



VERS-Erinnerungen an den 16. Februar 1990
 

Buchtitel Lichtenstein

Am 16. Februar 2020 hat sich eine Gruppe von VERS-Mitgliedern aus Rostock und Umgebung getroffen, um an ein denkwürdiges Datum zu erinnern.

Am gleichen Tag, vor genau dreißig Jahren, hat die Ost-West-Vereinigung innerhalb des VERS stattgefunden. In der Eselföterstraße in Rostock haben sich damals die in Rostock Verbliebenen mit denen, die wohl oder übel die Universität in Richtung Westen (oder sehr weit in Richtung Osten) verlassen mussten, nach langen Jahren wieder getroffen.

 
Aus diesem Anlass hatten Peter Meier und Peter Uebachs, stellvertretende Vorsitzende des VERS, jetzt nach Rostock eingeladen. Vor dreißig Jahren waren es etwa 50, die der Einladung gefolgt waren, jetzt war es nur noch ein kleiner Kreis, der sich im „Blauen Engel“ getroffen hat, dort wo damals das Kleine Haus des Rostocker Volkstheaters gestanden hat. Man erinnerte sich: Georg Lichtenstein hatte hier aus dem „Ammer“ eine szenische Lesung mit dem Titel „Das durfte nie wahr sein“ erarbeitet und inszeniert. Die Aufführung war ein großer Erfolg. Viele der Anwesenden begegneten ihrer eigenen Vergangenheit und waren tief betroffen, andere erfuhren erstmals von dem, was damals geschehen war. In der Stadt wurden die schlimmen Vorgänge der 1950er Jahre zum öffentlichen Thema, und nicht nur die lokale Presse, sondern auch die überregionale berichtete ausführlich über das Ereignis. Friedrich-Franz Wiese schrieb an den Autor: „Das Theater ist in seinen besten Stunden doch eine moralische Anstalt!“  (siehe Christiane Baumann, „In Rostocker Verbundenheit!“ - Der Verband Ehemaliger Rostocker Studenten (VERS) und seine Geschichte, VERS, Rostock 2018, S.105f).
 
Dieses Ereignis ist ein Meilenstein in der Geschichte des VERS und daran sowie an die besonderen Verdienste des kurz zuvor verstorbenen Georg Lichtenstein sollte bei diesem Treffen dankbar erinnert werden.

VERS-Nachrichten 2020

Die VERS-Nachrichten Nr. 50, Jahrgang 2020, sind mit folgenden Themen erschienen (Download hier).





In Rostocker Verbundenheit



„In Rostocker Verbundenheit!“ –
Der Verband Ehemaliger Rostocker Studenten (VERS) und seine Geschichte

Es ist eine Geschichte, die in den ersten Nachkriegsjahren beginnt und bis in die heutigen Tage führt. Es waren junge Menschen, die nach der Nazi-Diktatur eigentlich nur in Rostock studieren wollten, sich aber bald gegen eine neue Diktatur wehren mussten. Auf sehr unterschiedliche Weise führte sie ihr Weg in den Westen, wo sie sich fanden und beschlossen, für ein gemeinsames Ziel einzutreten. Teilnehmen am Aufbau einer freiheitlichen Demokratie, sahen sie an als Verpflichtung aus ihren eigenen teils bitteren Erfahrungen. Nun haben sie Christiane Baumann ihre Geschichten erzählt und die hat sie aufgeschrieben. Daraus ist eine leicht lesbare Chronik entstanden, in der sich auch 60 Jahre Bundesrepublik widerspiegeln.
Erstmals wird die Geschichte des Verbandes Ehemaliger Rostocker Studenten kompakt aber doch differenziert zusammengefasst und für die Öffentlichkeit anschaulich dargestellt. Neben den persönlichen Geschichten der Mitglieder aus den vergangenen Jahrzehnten wird die politische Arbeit des VERS beleuchtet.
Die Veröffentlichung des Buches war nur möglich durch zahlreiche Spenden der VERS-Mitglieder und die finanzielle Unterstützung sowohl der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern als auch der Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR sowie durch die Stiftung Mecklenburg und die Universität Rostock. Allen Unterstützern sei auf diesem Wege noch einmal für ihr Engagement gedankt.

Zu beziehen gegen eine Spende von 10 Euro plus 2 Euro Versandkosten bei Anne-Dore Neumann, Tel.: 0381 498-2719, E-Mail: anne-dore.neumann@uni-rostock.de




VERS-Seminare von 1958 bis 2017

Eine Übersicht über die Themen der VERS-Seminare zwischen 1958 und 2017 finden Sie hier.
Die Titel der einzelnen Vorträge von 1990 bis 2017 sind hier aufgelistet.
Die Kurzfassungen der Vorträge von 2002 bis 2017 sind hier nachzulesen.



VERS-Nachrichten stehen zum Download bereit

Die VERS-Nachrichten stehen jetzt seit der Ausgabe 32 aus dem Jahr 2002 zum Download bereit. Sie zeichnen einen Rückblick auf die Geschichte des VERS der vergangenen 14 Jahre.




©VERS 2002 - 2021 letzte Änderung: 20.03.2021