Aktivitäten des VERS in Rostock seit der politischen Wende

Die Offenlegung des Einflusses des SED-Regimes auf die Universität Rostock

Anhand von Archivmaterial und Unterlagen der Stasi-Unterlagen-Behörde wurde der Einfluss der SED und des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) ermittelt und die Auswirkungen auf Lehrkörper und Studenten dokumentiert. Die Ergebnisse fanden und finden ihren Niederschlag in Publikationen des VERS.

Wahrung des Andenkens an politisch verfolgte Angehörige der Universität Rostock

Besonders erinnert wird an zwei Opfer stalinistischer Gewalt,
Arno Esch und Karl-Alfred Gedowsky.

Arno Esch war Wortführer der liberalen Studenten in Rostock. 1949 wurde er mit seinem Freundeskreis verhaftet, vom Sowjetischen Militärtribunal (SMT) zum Tode verurteilt und 1951 in Moskau hingerichtet. Der VERS war wesentlich daran beteiligt, dass Esch rehabilitiert wurde und dass im Foyer der Universität eine Gedenktafel angebracht wurde, die sich jetzt im Foyer des Arno-Esch-Hörsaalgebäudes befindet. Diese Tafel erinnert zugleich an alle Opfer und Verfolgten des Stalinismus an dieser Universität.

Karl-Alfred Gedowsky wurde 1951 mit fünf weiteren Studenten verhaftet, in Willkür zum Anführer einer Gruppe erklärt und 1952 in Moskau erschossen.

Auf Antrag des VERS wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.

Pflege des Kontaktes zur Universität Rostock

Seit 1989 werden Kontakte zur Universität unterhalten, besonders zum Historischen Institut. Einzelne VERS-Mitglieder sind sowohl in verschiedenen Universitätsgremien als auch in der Gesellschaft der Förderer der Universität Rostock (GFUR) persönlich vertreten. In der GFUR ist der VERS als Verband aktiv. Die Verbindung zur Universität wird ständig intensiviert.




©VERS 2002 - 2018